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Warum Prothesenpflege per Ultraschall

Ultraschall wird in Wissenschaft und Technik für die vielfältigsten Anwendungen eingesetzt. Im folgenden werden kurz die physikalischen Grundlagen des Ultraschalls beschrieben. 
Mit Schall bezeichnet man Druckwellen, die sich in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern, nicht aber im Vakuum ausbreiten können. Die Ursache ist immer eine Schallquelle, die eine sich fortpflanzende mechanische Verformung des Übertragungsmediums bewirkt. 
Die Schallwirkungen im Ausbreitungsmedium hängen wesentlich von der Wellenform, der Intensität der Quelle und der Art des Mediums ab. So breiten sich in Flüssigkeiten und Gasen nur longitudinale Wellen aus; das heißt, die Schallwellen bewirken eine periodische Druck- und Zugphase in Schwingungsrichtung. 
Mit Ultraschall bezeichnet man Schall mit Frequenzen, die oberhalb des vom Menschen wahrgenommenen Bereiches liegen. Das umfasst Frequenzen zwischen etwa 20 kHz und 1...10 GHz. Schall mit noch höherer Frequenz wird als Hyperschall bezeichnet, bei Frequenzen unterhalb des für Menschen hörbaren Frequenzbereichs spricht man dagegen von Infraschall. Ultraschall lässt sich zudem wesentlich energiereicher, d.h. "lautstärker" als Hörschall erzeugen. 
Diese erzeugten Schallwellen erzeugen über den Wannenboden Schwingungen und führen während der Zugphase in allen Flüssigkeiten zur Erzeugung von Millionen kleinster Vakuumbläschen. Diese Vakuumbläschen implodieren in der Druckphase und erzeugen dabei hochwirksame Druckstöße. Dieser Vorgang heißt Kavitation. 
Kavitation (lat. cavitare „aushöhlen“) ist die Bildung und Auflösung von Hohlräumen in Flüssigkeiten durch Druckschwankungen. Man unterscheidet zwei Grenzfälle, zwischen denen es viele Übergangsformen gibt. Bei der Dampfkavitation oder harten Kavitation enthalten die Hohlräume hauptsächlich Dampf der umgebenden Flüssigkeit. Solche Hohlräume fallen unter Einwirkung des äußeren Drucks per Blasenimplosion zusammen (mikroskopischer Dampfschlag). Bei der weichen bzw. Gaskavitation treten in der Flüssigkeit gelöste Gase in die Kavitation ein und dämpfen oder verhindern deren Kollaps.
Frequenzen um 35 kHZ, wie bei den SONOREX Ultraschallgeräten von BANDELIN, werden zur intensiven und gleichzeitigen schonenden Reinigung eingesetzt. Die Kavitation bewirkt, dass Schmutzreste und Infektionserreger von den zu reinigenden Teilen abgesprengt werden. Die Kavitationsbläschen kommen auch in Vertiefungen und Zwischenräume und sorgen hier für das sog. "elektronische Bürsten". 
Die Zeit der Desinfektion wird durch Ultraschall auf bis zu 5 Minuten verkürzt. Verschmutzungen werden mühelos per Ultraschallreinigung und den passenden Flüssigkeiten entfernt.  Diese physikalischen Eigenschaften machen die Reinigung per Ultraschall zu einem schonenden, porentiefen und sicheren Verfahren.

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